11. Oktober 2013

Hinterbänkler leben gefährlicher

Modernere Pkw bieten im Schnitte ein sehr hohes Mass an Insassensicherheit. Zumindest denen, die vorne auf dem Fahrer- oder Beifahrersitz Platz nehmen. Da gibt es Airbags beinahe von Kopf bis zum Fuss, es gibt Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer. Kopfstützen, die bei einem Crash Schleudertrauma entgegenwirken und je nach Fahrzeug noch mehr Schutzsysteme.
Doch wie sieht es aus, wenn sie hinten Platz nehmen. Gurten sie sich an, wie es das Gesetzt in der Schweiz vorsieht? Wenn nicht, ertönt dieser lästige Ton (Gurtwarner) Ping...ping...ping...? Nicht, oder?
Es gibt Fahrzeuge, da ist der Gurten hinten als simpler Beckengurt installiert.  Zudem fehlen bei vielen Fahrzeugen in Fond eine Gurtenhöhenverstellung. Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer - wie eben vorne - die dafür sorgen, dass Insassen bei einem Aufprall möglichst schonend, aber effektiv aufgefangen werden.
Der ADAC bemängelt auch, dass die hinteren Kopfstützen oft weiter vom Kopf entfernt sind als bei den Vordersitzen.
Was mich aber am meisten verwundert: Frontairbags wie auf den Vordersitzen die mit die wichtigsten Lebensretter sind, bietet noch kein Autobauer an. Aber Hallo!... Das dürfte doch heutzutage kein Problem sein, so etwas einzubauen. Ebenfalls bietet kein Autohersteller Airbags für die Beine auf den Hintersitzen an. Ausgerechnet dort wo es meistens enger ist. Messungen haben gezeigt, dass bei einem Crash mit Tempo 65km/h bis zu einer Tonne Gewicht auf Hinterbänkler einwirken. Dies kann schwere Verletzungen zur Folge haben.
Über dieses Manko wissen die Hersteller von Sicherheitssysteme.
Vielleicht ändert in Sachen Insassensicherheit für die Hinterbänkler ab 2015 etwas. Dann wenn bei EuroNCAP-Crashtests die Sicherheit auf der Rückbank stärker in den Fokus rücke.

Keine Kommentare: