11. November 2011

Fressen oder gefressen werden

Es macht den Anschein, dass die Katzen im Kanton Aargau besonders gerne Aufregen erwecken. Da betitelte das nationale Boulevardblatt BLICK vor bald einem Jahr auf seiner Frontseite die Aargauer seien Büsifresser. Die Aargauer hätten Angst um ihre Katzen, dass sie von den Büsifresser geholt werden und dann als Katzenbraten auf dem Tisch landet. Während der Adventszeit sind in der Region Wohlen über 20 Katzen spurlos verschwunden.
Nun ist das Rätsel gelöst, wer das "Tigerli" einfangt. Es sind die Angestellten des Naturama des Kanton Aargaus. 
Unter dem Titel "Wie viele Katzen verträgt der Aargau" veranstaltet das Naturama einen Anlass. Die These lautet, dass es zu viele Katzen im Land gäbe. Schätzungen gehen von 1,5 Millionen aus. Die genaue Zahl kennt aber niemand. Auch noch so herzige Katzen und der allerliebste Schnurrlikater werden zu Raubtieren, sobald sie in die freie Natur hinaus kommen. Durch ihren angeborenen Jagdinstinkt werden sie zu Bestien. Sie schleichen sich an die Opfer heran, den Bauch dicht auf den Boden gepresst, springen, packen die Beute mit den Vorderpfoten und töten sie mit einem gezieltem Biss in den Nacken. Manchmal spielen sie auch nur mit ihrem Opfer, bis es aus Erschöpfung von alleine stirbt.
Böse, böse Busis!
800'000 Tausend Mäuse pro Monat (Schweizweit) werden werden von den "Raubtieren" gekillt. Wer macht sich hier die Mühe, und führt eine Statistik darüber? Daran stören sich aber die Natur- und Umweltschützer nicht, ganz im Gegenteil.
Doch die lieben Katzen, mögen nicht nur Mäuse. Vögel, Schmetterlinge und Reptilien gehören auch auf die Menükarte. Und da liegt das Problem. Nicht im Geringsten für mich, aber die lieben Natur- und Umweltschützer vom Aargau stören sich gewaltig daran und schlagen Alarm. Und jetzt kommen sie wieder, "die Zähler vom Dienst". 1,8 Mio Vögel, 600'000 Reptilien und 3 Mio Schmetterlinge vertilgen diese "bösen bösen" Katzen jährlich.

Doch wie löst man aus Sicht des Naturamas dieses Unverschämtheit?
Die Katzen nur noch als Stubentiger zu halten. Nein, das ist ja auch keine Artgerechte Haltung. Aber Nein, die Naturschützer haben die Lösung, eine Katzensteuer soll eingeführt werden. Und die Katze soll einen Chip - wie bei den Hunden - tragen müssen. Doch doch, das ist die Lösung für die Katzenhasser, äh Sorry, Naturschützer heissen sie ja.