20. Juli 2011

Mama ist schuld




Mona Vetsch, Radio- und Fernsehmoderatorin bei SFR, wurde zum zweiten Mal Mutter. Es gab ein Junge. Der Kuno Lauener, Frontmann und Sänger der Schweizer Band Züri West soll Gerüchterweise auch Vater werden. Wann erreicht uns die Meldung, dass Francine Jordi in Erwartung ist? Papi soll der Flöru (Florian Ast: "Ich will Seeeeeeeexxx mit de.....") sein. Das ein Auszug aus der Kategorie Klatschpresse, Rubrik Baby kriegen.
Was für einen Beruf werden ihre Kinder mal ausüben? Techniker, Sängerin, Moderatorin? Interessiert mich auch überhaupt nicht. Was meine Zwillingstöchter - sie sind jetzt 2 Jahre und 2 Monate alt - für ein Berufsleben haben werden, interessiert mich zum jetzigem Zeitpunkt genau so wenig. Wie das so in etwa 14 Jahren aussieht, dazu später, viel später mehr.
So spannend ist es ja auch nicht, welche Tätigkeiten unsere Kinder später mal ausüben. Den das ist bereits alles vorbestimmt, sagen Psychologen der Universität Konstanz. Das Berufsinteresse wird mit in die Wiege gelegt. Die Psychologen belegen einen Zusammenhang zwischen pränatalem Hormonspiegel und beruflichen Interesse.


Wer kennt die Geschlechterstereotype nicht: Frauen interessieren sich eher für soziale Berufe und die Männer eher für Technische Berufe.
Die Psychologen haben in einer Studie bei 8'600 Teilnehmerinnen angeblich herausgefunden, dass der vorgeburtlichen Hormonspiegel über das künftige Berufsleben entscheidend ist. Ein hoher pränataler Testosteronspiegel ist verbunden mit Interesse an technischen Gegenstände. Demzufolge, ein niederer Testosteronspiegel zeigt Interesse an Umgang mit anderen Menschen. Die Hormone im Mutterleib wirken sich also auf die Ausreifung des Gehirns aus und lösen so die unterschiedlichen Interessen aus.

So so, was uns das Forscher und Psychologen wieder auftischen. Hmmm... Schwachsinn, oder doch nicht?
Der vorgeburtlichen Hormonspiegel kann man bis jetzt nicht direkt feststellen. Aber wieso können das den diese vom Staat finanzierte Studien anscheinend trotzdem belegen? Ach so! Das Längeverhältnis zwischen Ring- und Zeigfinger gibt darüber Rückschlüsse um auf den pränatalen Testosteronspiegel zu ziehen. Fingerlänge und Hormonspiegel werden von der selben Gensequenz gesteuert, sagt die Studie. Die Psychologen ermittelten die Fingerlängen von Frauen und Männer. Bei den Frauen, waren beide Finger im Durchschnitt gleich lang. Die Männer haben im Schnitt einen längeren Ringfinger.

Liebe Leserinnen und Leser, betreibt Forschung und misst euren Zeig- und Ringfinger. Stimmt das Ergebnis mit eurem Beruf überein, so wie uns die Psychologen weise machen wollen.
So ganz sicher sind sie die Psychologen nämlich auch nicht. Die Streuung der Fingerlängen sei enorm gross. Konsequenz: Es handelt sich nur um eine Tendenz und lässt keine Rückschlüsse auf den Einzelfall zu.
Es ist also völlig unseriös, die Menschen nach ihren Fingerlängen zu beurteilen. Und so komme ich zu meinem Fazit: Was für einen Schwachsinn von einer Studie. Beinahe jeden Tag, erfährt man aus den Meiden von irgendeiner Studie, die dies und das belegen soll. Studien, die die Menschheit nicht braucht, wahrscheinlich noch mit x-Millionen Forschungsgeldern finanziert. Gäbe es nicht besseres zu erforschen, zBsp. der Krebs ist immer noch nicht besiegt.

1 Kommentar:

[Iro] hat gesagt…

Dem kann ich nur zustimmen. Solche Gelder sind in anderen Bereichen viel sinnvoller einsetzbar. Es gibt so einige Bereiche der Wissenschaft, in denen die Wissenschaft absolut sinnloses Wissen schaft...