17. April 2011

Krankenkasse Wo bleibt der gesunde Menschenverstand


Gesundheit - meine Energie. So der Slogan im Werbespot meiner Krankenkasse. Ich will meine Energie aber nicht damit verpuffen, wenn mir das Leistungscenter der Atupri Krankenkasse Formulare zum Ausfüllen zuschickt, die es aus meiner Sicht gar nicht braucht. Warum?

Eine meiner Zwillingstöchtern - knapp Zweijährig - hatte vor 10 Tagen einen kleinen Sturz bei meinen Eltern. Stürze halt, wie jedes Kleinkind hat. Mein Tochter hat nach dem Sturz Zweimal erbrochen. Dies kann ein Zeichen auf Hirnerschütterung sein. Nach telefonischer Konsultation des Notfallsdienstes im Kantonsspital Baden musste sie zur Untersuchung in den Notfall. Die zuständiege Kinderärztin verordnete eine Überwachung während der Nacht an. Die als Vorsichtsmassnahme um sicher zu gehen, dass es sich um keine Hirnerschüterung handelt. Am nächsten Morgen wurde dann festgestellt, dass nicht der Sturz der Auslösers des Erbrechens war. Sondern das es sich um eine "normale" Magen-Darm Grippe handelt. Mit Erleichterung über die befundene Diagnose - wobei eine Magen-Darm Grippe bei einem Kleinkind ist nicht gerade erleichternd, was der Arbeitsaufwand betrifft - konnte meine Frau und ich unsere Tochter wieder nach Hause nehmen. Die Familie war wieder komplett und der Fall abgeschlossen. Ist er aber nicht!

Am Freitag hat uns die Atupri ein Unfallmeldeformular zugeschickt. In der Einleitung heisst es:

"Wir beziehen uns auf das Kostengutsprachegesuch vom Kantonsspital Baden mit Eintritt am 7. April 2011. Bitte beantworten Sie dazu die nachstehende Fragen vollständig in Blockschrift und senden Sie uns diesen Fragebogen innert zehn Tagen zurück".

Hier einige Beispiele von Fragen:
  • Ist die verletzte Person zum Unfallzeitpunkt Arbeitnehmer/in?
  • Ist die verletzte Person zum Unfallzeitpunkt arbeitslos?
  • Ist die verletzte Person bei der Unfallversicherung des Arbeitgebers für halbprivate oder private Spitalabteilung versichert?
  • Ist ein Polizeirapport erstellt worden?
@Liebe Atupri
Vielleicht liest dieser Blogpost ja jemand von euch und ich kann mir den Brief oder Telefonat an euch ersparen. Denn ich kann die Fragen nicht beantworten. schon gar nicht meine Tochter, die im Juni Zweijährig wird.
Zur ersten Frage kann ich nicht mal meine Mami und der Papi als Arbeitgeber angeben. Denn eigentlich verursache ich ja ihnen (mehr) Arbeit.


Für mich ein Zeichen, dass im Prozess des Kundenkontakts kein gesunder Menschenverstand mehr herrscht.

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