27. April 2011

Gewalt in der Ehe




Bitte keinen Aufschrei von meinen Leserinnen und Leser, aufgrund des Titel dieses Beitrags. Ich kann euch beruhigen, bei uns findet keine - zumindest was die Eltern betrifft - häusliche Gewalt statt. Dass meine Zwillingstöchtern (bald zweijährig) sich ab und zu mal in die Quere kommen gehört zu einem Leben als Kind dazu. Wertvolle Erfahrungen werden so gesammelt.

Warum kommen ich aber auf diesen Titel "Gewalt in der Ehe"?
Der Bundesrat hat erst 2004 eine Gesetzesänderungen zur Gewalt in der Ehe in Kraft gesetzt. Und zwar werden Delikte, die in häuslichen Gemein-schaften begangen werden, nicht mehr auf Antrag, sonder von Amtes wegen verfolgt.
Häusliche Gewalt gab es aber schon immer, wahrscheinlich seit die Menschheit existiert. Ja, sie kommt sogar in alten Schweizer Volkslieder vor. Dies habe ich kürzlich wieder mal festgestellt.

Meine Töchtern habe da so ein Radio / CD-Player, so einer im Barbie-Look. Mit dem hören sie gerne Kinderlieder und -geschichten. Nebenbei bemerkt, ich bin jeweils ganz erstaunt, wie die beiden ohne Probleme eine CD in den Player legen und dann den richtigen Knopf (Play) drücken. Wie lange dauert es wohl, bis sie den iPod richtig bedienen können?
Wenn dann die diversen, berühmten Kinder- und Schweizer Volkslieder ertönen, schwelgt man gerne in alten Zeiten zurück und mag sich erinnern wie es war, als man noch selbst Kind war. So ertappe ich mich jedes Mal, dass ich jeweils mitsinge oder mitpfeifen tue.
Einmal lief dann das berühmte Berner Volkslied "Es wott es Fraueli z'Märit go" Von Kindheit her, kenne ich sicher die ersten beiden Strophen, nicht aber die elf weiteren. Als ich da so zugehört habe (ab Strophe 7 ) war ich ein bisschen verstört. Da wird doch ganz klar über häusliche Gewalt gesungen. Jetzt werden es meine Töchter noch nicht verstehen. Wie ist es dann aber, wenn die "Papi, warum ist das so? Wieso?" - Zeit kommt. Wie erkläre ich es dann? Sage ich, dass dieses Fraueli eine ganz Böse war? Wahrscheinlich schon.

Hier alle Strophen zum mitsingen:
Es wott es Froueli z'Märit gah, z'Märit gah,
wott dr Ma deheime la, tra-la-la-la-la, tra-la-la-la-la,
wott dr Ma deheime la, tra-la-la-la-la, lala.

Hans Du muesch deheime blibe, heime blibe,
muesch de Hüener d'Eier griffe.

Im Ofe sy sächs grossi Chueche, grossi Chueche,
muesch mer o zu dene luege.

Am Abe, wo'sisch sächsi gsy, sächsi gsy,
si die Chueche gfrässe gsy.

U wo das Froueli hei isch cho, hei isch cho,
Ma, wo hesch mer d'Chueche glo?

U hei die Hüener alli gleit, alli gleit
dr Güggel het sis Ei verleit.

Do nommt si dr Hans bim Bärteli, Bärteli,
und rüert ne use is Gärteli.

Dr Hans, springt is Nachbers-Huus, Nachbers-Huus,
dr Chaschper luegt zum Fänschter uus.

Du, i sött dir öppis säge, öppis säge,
mini Frou, die het mi jetz grad gschlage.

Hans du muesch di nöd beklage,
mini hät mer en scho verschlage.

Chaschper, mir wei zämeha, zämeha,
wei däm Froueli dr Gring verschlah.

D Froue sy es Lumpepack,
sy us Strou und Hudle gmacht.

Mir Manne sy ganz anger Lüt,
suffe viil und schaffe nüt.

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