28. Oktober 2010

Mohammed als Vorname

Drohende Islamisierung in Europa. Schlagwörter über die schon viel geschrieben und debattiert wurde. Dies wird sich naher Zukunft nicht ändern. Wie steht es denn wirklich um die "drohende Islamisierung" in Europa. Werden unsere Nachkommen damit leben müssen oder gar gezwungen dazu. Ich weiss es nicht.
Schaut man nach England und auf die Rangliste der beliebtesten männlichen Vornamen im Jahr 2009, so könnte die Antwort je nach Ansichtweise mit einem JA beantwortet werden.

Hier in der Deutschschweiz sind unter den Top 20 (noch) keine arabischen Vorname zu finden. In England zwar auf den ersten Augenblick auch nicht. Jack, William oder Harry sind typische traditionell britische Vornamen. Die Podestplätze bei den männlichen Vornsamen belegen Oliver, Jack und eben Harry. Bei weiblichen Vornamen ist Olivia an der ersten Stelle. Olivia heisst übrigens auch einer meiner 1 1/2 jährigen Zwillingsmädchen. Das nur so nebenbei.

Der meist vergebene Vorname für neugeborene Jungs in England stammt allerdings aus dem Arabischen. Nimmt man alle möglichen Schreibweisen zusammen, ist Mohammed der beliebteste Vorname.
Die vom Statistikamt in London veröffentliche Rangliste täuscht - Oliver, Jack und Harry Plätze 1 bis 3. Die zwölf unterschiedlichen Varianten von Muhammed bis Mohammed addiert, werden die ersten drei nämlich knapp überholt.
Mohammed (so geschrieben) rangiert auf dem 16. Platz. In London sogar auf dem vierten Platz der beliebtesten Vornamen. In Birmingham - der zweitgrössten Stadt Englands - sogar an der Spitze.

In England gaben bei einer Volkszählung - die stammt zwar aus dem Jahre 2001 - 74 Prozent an, sie seien Christen. Und "nur" 2,7 Prozent der Bevölkerung gehören dem Islam an. Das wären dann bei ca. 51 Mio Einwohner 1,4 Mio Muslime. 9 Millionen Engländer gehören keiner Religion an.

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