2. Oktober 2008

Gemein ist...

Die Tage werden wieder kürzer, es beginnt früher ein zu Dunkeln. Die Saison der Einbruchsdiebstähle ist gestartet. Schon mitten drin ist die Region Basel. Eine unheimliche Einbruchserie hält die Basler Polizei und Staatsanwaltschaft auf Trab. Allein in der letzten Woche registrierte die Basler Staatsanwaltschaft 30 Einbrüche. Bei den Tätern handelt es sich mutmasslich um Roma-Kinder aus dem benachbarten Elsass in Frankreich. Zur Zeit ist im französischem Colmar ein grösserer Roma-Camp stationiert.

Diese aktuelle Einbruchserie erinnert mich an eine wahre Geschichte, die einem Arbeitkollege von mir vor etwa 2 Jahren widerfahren ist. Bemerkenswert daran ist, wie bodenlos frech, aber auch sehr schlau der Dieb sein Werk mit "Erfolg" abgeschlossen hat.

Es war einmal...

Eines Morgens wollte mein Arbeitskollege (nennen wir in Peter) wie üblich mit seinem Fahrrad zur Arbeit fahren. Doch an diesem Morgen war sein Fahrrad vor seinem Haus entwendet. Fluchend ging er halt zu Fuss und mit dem Tram zu seinem Arbeitsort. Einen oder zwei Tage später stand sein gestohlenes Fahrrad wieder vor seiner Haustür. Auf dem Gepäckträger war ein Umschlag mit einem Brief, in dem sich der Dieb für sein Vergehen entschuldigte. Er begründete sein Diebstahl damit, dass er ohne seinem Fahrrad einen dringenden Termin verpasst hätte, weil sein Auto ein Defekt hatte und die Reperatur zu viel Zeit beansprucht hätte. Darum habe er das Fahrrad gestohlen. Als Wiedergutmachungs-Versuch legte er dem Schreiben zwei Kinogutscheine bei.
Peter war gutgesinnt und nahm seine Entschuldigung an und freute sich sogar über die zwei Kinogutscheine. Am selben Abend ging er mit seiner Frau in ein Basler Kino. Wie lange er schon nicht mehr mit seiner Gemahlin in einem Kino war, weiss ich nicht mehr. Doch gefreut über den Kinobesuch hatten sie sicher. Doch aus der Freude wurde schnell ein Schock. Als das Paar wieder zu Hause ankam, mussten sie feststellen, dass in ihre Wohnung eingebrochen wurde und etliche Schmuckgegenstände sowie elektronische Geräte entwendet worden sind. Das Diebesgut ist bis heute nie mehr aufgetaucht. Auch der Dieb konnte nicht gefasst werden. Die Mutmassung, dass es sich um den "harmlosen" Fahrraddieb handelt, ist mit grösster Wahrscheinlichkeit zutreffend.

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