21. August 2008

Zürich ist draussen

Monopoly, 22 neue Städte auf dem World-Spielbrett
Felder wie Zürich Paradeplatz oder Bern Bundesplatz finden in der neusten Version des meistverkauften Familienspiel keinen Platz mehr. Die selbsternannte Weltstadt Zürich ist auf dem Monopoly-World-Spielbrett in die Bedeutungslosigkeit versunken. Dafür haben es Städte wie Gdingen geschafft. Gdingen... noch nie gehört? Zur Erklärung, das ist eine mit 255 000 Einwohner bewohnte Stadt in Polen. Andere Städte wie Riga, Belgrad, Taipei, Kapstadt, Kiew, Vancouever oder die aktuelle Olympiastadt Peking haben es auf das Spielfeld geschafft - Warum?
Zugrunden lag bei der Verteilung der Städte auf dem Spielbrett eine weltweite Online-Abstimmung. Weltweit war der 22. Januar der Starttermin. 68 Städte waren nominiert, aber nur 20 schafften es auf das Spielbrett. Zwei Städte wurden per Wildcard vergeben.
Wir haben aus dem Eurovision Song Contest doch genug Erfahrungen können sammeln, wie schief solche Online-Konstulationen gern herauskommen. Aber um Himmelswillen, warum gelang Gdingen (nochmals: 255 000 Einwohner), was Bern trotz Wildcard misslang, geschweige denn Zürich?
Vielleicht klickt man halt lieber auf Besäufnisportale :-) hehehe. Und so dreht die Realität im Kapitalismus-Monopoly. Ob das nur ein Spiel oder doch ein Spiegel, wird sich vielleicht weisen.

Liebe Zürcherinnen und Zürcher, falls ihr den Untergang eurer Stadt in die Bedeutungslosigkeit nicht verkraften könnt, bleibt ja immer noch die Alternative der Kauf der nationalen Version des Monopolys. Dort ist und bleibt Zürich Paradeplatz das teuerste Feld.

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