27. Juli 2008

Weniger Gewalt

In der Super-League fand gestern und heute bereits die dritte Runde im unserem Nationalen Fussball statt. Die Challenge-League startete am diesem Wochenende ebenfalls mit der ersten Runde in die Meisterschaft. Ob es an diesem Wochenende bei diesen Spielen zu Ausschreitungen zwischen Fans und der Polizei gekommen ist, entzieht sich zum jetzigen Zeitpunkt meiner Kenntnis. Doch sind in der ersten und der zweiten Runde der ASL bereits gewalltbereite "Fans" aufgefallen.
In ein paar Wochen wird auch in den unteren Ligen auf unseren Fussballplätzen um Sieg oder Niederlagen gekämpft. In vergangen Jahren ist es hin und da zu wüsten Szenen auf den Fussballplätzen gekommen. Es kam zu Tätlichkeiten gegen den Schiedsrichter, Gegenspieler oder gegen Zuschauer. Faustschläge, Umstosen oder bespucken des Schiedsrichter zählen als schweres Vergehen (Tätlichkeiten)
Die Kontroll- und Strafkommission des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) musste in der Saiosn 2004/05 80 solche Vergehen ahnden. In der darauf folgenden Saison waren es noch 54. Und in der letzten Saison (2007/08) sogar nur noch 36.
Als ich heute von diesen Zahlen Kenntnis nahm, meinte ich zu glauben, dass unser SFV und die 13 Regionalverbände etwas gegen die Gewalt auf den Schweizer Fussballplätzen unternommen haben. Ich fragte mich, was haben die Verbände unternommen und allenfalls mit was für verhärteten Strafmassnahmen drohen die Verbände gegen die strafffälligen Spielern. Immerhin, ist die Zahl der Gewaltakte in der vergangen Saison um 30 Prozent gesunken. Gegenüber der Saison 2004/05 sogar um mehr als 100 Prozent.
Robert Breiter, Juristischer Sekretär beim SFV und zuständig für die Kontroll- und Strafkommission kann es sich paradoxerweise auch nicht erklären. Zitat von ihm:
"Wir sind nicht härter geworden". Also, unser Verband hat gar nichts in die Wege geleitet zum Schutz ihrer Schiedsrichter, die freiwillig jedes Wochenende für sehr kleine Spesenentschädigungen die Spiele bis hinab zur 5. Liga leiten. Und nicht vergessen, die A-Junioren, bei denen es gemäss des technischen Direktors des SFV immer noch Probleme gibt.
Nichts unternommen und trotzdem viel weniger Gewaltakte. Kann das einem zu Hoffnung veranlassen. Dass es nur daran liegen kann, dass der SFV die Regionalverbände aufgefordert hat eine Kommission oder eine Person zu bestimmen, die für Fairplay verantwortlich ist, mag ich zu bezweifeln. Doch einen anderen ersichtlichen Grund habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

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