17. Juli 2008

Smog in Peking


Der Himmel über der Olympiastadt Peking ist in diesen Tagen ungewöhnlich klar. Und er soll noch klarer werden.

Die zu den olympischen Spielen angereisten Sportfans, Athleten und olympische Funktionäre werden von den Umweltproblemen vermutlich nichts merken. Denn wenige Wochen vor Beginn der Spiele haben die chinesischen Behörden die Notbremse gezogen. Ab Ende dieser Woche dürfen Autos in Peking nur noch jeden zweiten Tag fahren - je nach Nummerschild an geraden oder ungeraden Tagen. Auf einen Schlag werden dann nur noch halb so viele Autos unterwegs sein (Statt 3Mio Pkw's sind dann "nur" noch rund 1,5Mio Pkw's pro Tag)
Die Behörden haben auch begonnen, die Fabriken der Hauptstadt und in den Nachbarregionen vorübergehend zu schliessen.
Mit etwas Glück und ein paar sommerlichen Regenschauern könnte dann der Himmel über Peking tatsächlich blau sein. Zumindest für ein paar Wochen. Zwar habe ich erst kürzlich gelesen, dass die Chinesen während den olympischen Spielen bei Regengefahr Flugzeuge in die Luft schicken, die eine Chemikalie in die Regenwolken "spritzen" um Regenschauer zu verhindern.
Nach Olympia, wenn die Besucher abgereist sind, die Fabriken ihre Produktion wieder hochfahren und auf den Strassen der Verkehr staut, wird Peking wieder im grauen Smog versinken.

Kommentare:

Paddy hat gesagt…

Die ganze Olympia-Geschichte find' ich ja irgendwie dämlich. Aber wirklich aufregen kann ich mich ab der Ignoranz der Menschheit. Mal schnell einen guten Eindruck hinterlassen, dann wieder verpesten, was das Zeugs hält. Was muss wohl geschehen, ehe WIR wirklich anfangen, umzudenken?

Thias hat gesagt…

Wie muss das für die eute dort sein? Kennen nichts anderes als Smog, seit ihrer Geburt. Und dann erhaschen sie einmal einen blauen, sonnendurchtränkten Himmel. Nur um nach einigen Tagen wieder im Smog zu keuchhusten...